Mittwoch, 30. Mai 2012

Düstere Geheimnisse Dalmatiens


Heute lade ich euch auf eine Reise im kalten Schatten des sonnenverwöhnten Dalmatiens ein.




































Diese Grabstätte aus dem 17. Jh. habe ich auf dem Friedhof eines katholischen Klosters fotografiert.






König Midas






Zauberwald 

"Ich fühle mich seltsam in diesem Wald. Tiere in einem Einhorn-Wald lernen mit der Zeit alle selbst ein bisschen zaubern."




 

Vom Zeichner dringend hingeballter Schatten
hinter das nur noch scheinende Gesicht:
so kommt die Nacht dem reinen Stern zustatten.

Da ist ein Ding, das alles unterbricht,
wozu die Dinge sich verstanden hatten;
denn, da es wurde, siehe: war es nicht.

O langer Weg zum schuldlosen Verzicht.
O Mühe zum ermächtigten Ermatten.

Rainer Maria Rilke









Ein "verstohlenes" Foto eines behüteten Schatzes der ältesten Apotheke Europas, (seit 1317 in Betrieb).

Donnerstag, 24. Mai 2012

Grüße aus dem Paradies

Ich genieße diese Woche meinen Urlaub an der kroatischen Küste von Dubrovnik und Umgebung. Trotzdem wollte ich euch einen kleinen stricktechnischen Erfolg nicht vorenthalten: Tichiros Vintage-Projekt ist fertig und kommt natürlich sofort zum Einsatz. ^^


Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und feile in Gedanken schon an der passenden Strickjacke herum.

Sobald ich die Urlaubsfotots Zuhause gesichtet habe, erzähle ich euch ein wenig mehr über Dalmatien. Bis dahin stricke ich entspannt weiter an meinem Dancing Leaves Tuch.


Samstag, 19. Mai 2012

Candy

Ganz kalorienarm darf das Auge an diesem zuckersüßen Projekt-Täschchen naschen.

Nachdem mir das letzte Täschchen ja etwas zu klein geraten ist, habe ich dem Schnitt 2 cm mehr Höhe und Breite spendiert. Hier die beiden nochmal im Vergleich:

Für mich hat es so eine ziemlich perfekte Mitnahme-Gestrick-Größe und wird ab morgen im Kroatien Urlaub ausgetestet.  = )



















***

Damit wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende und eine wundervolle Woche. Ich bin dann mal weg...

Dienstag, 15. Mai 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 20/2012

Das Wollschaf fragt heute:

Wie sehen deine Aufzeichnungen für Strickprojekte aus? Strichliste, Tabellenkalkulation, Skizzen? Oder notierst du gar nichts? 

Diese Frage liefert mir einen willkommenen Vorwand, euch mein Projektbuch zu zeigen, an dessen Motiv ich mich gar nicht satt sehen kann. ^___^

In diesen College Block flattern alle meine wunderbaren Gedanken und Ideen und warten geduldig darauf verwirklicht zu werden. Jedes Projekt bekommt ein eigenes Blatt. Sowohl für Strick- als auch größere Nähprojekte mache ich Skizzen, an denen ich mir die geplanten Maße notiere. Bei Strickprojekten schreibe ich mir vor allem die Maschenprobe, Nadelstärke und verwendete Wolle auf. Je nachdem, ob ich eine Anleitung verwende, notiere ich mir die komplette Vorgehensweise in knappen Stichpunkten, oder eben nur die Änderungen, die ich vorgenommen habe.

Strichlisten beim Stricken führe ich nicht und ich verwende auch keinen Reihenzähler. Wenn ich wissen will, in welcher Reihe ich bin, zähle ich halt schnell nach. Normalerweise hat man ja so markante Punkte (die letzte Abnahme, eine bestimmte Musterstelle o.ä.) von der aus es eh nur ein paar Reihen zu zählen sind.

Und wozu braucht man eine Tabellenkalkulation? ^^;;;

Sobald das Projekt abgeschlossen ist, kommt die Notizenseite in einen Ordner (meine Mum hat mir einen mit dem gleichen Motiv geschenkt ^^), in dem ich auch ausgedruckte oder kopierte Anleitungen, die ich bereits nachgearbeitet habe, sammle. Schlicht chronologisch.

Sonntag, 13. Mai 2012

Durch die Blume

Zum Muttertag wollte ich der besten Mum der Welt unbedingt etwas schenken, was beim anschauen schon gute Laune macht. Was liegt da näher als Blumen.


Umso besser, wenn sie nie verblühen und kaum Pflege brauchen.

Diese lustigen Kuschelbettsocken sind nach der Spiral Bedsocks Anleitung auf Vintagepurls gestrickt. Als Wolle habe ich die Regia Softy verwendet. Als die Knäuel bei mir ankamen war ich ja noch nicht sonderlich beeindruckt, aber verstrickt wird sie wirklich wahnsinnig flauschig. Leider fusselt sie auch sehr stark. Ich hoffe, dass sich das nach den ersten Wäschen legt und sich nicht einfach nach und nach alle Flauschfädchen verabschieden.

Das Schöne an Spiralsocken ist ja, dass man keine Ferse stricken muss und sie sich durch das spiralförmig angeordnete rechts-links-Muster trotzdem schön an den Fuss anschmiegen.


Die Anleitung für Häkelblümchen habe ich hier gefunden und auf fünf Blütenblätter reduziert. Außerdem habe ich in der ersten Runde keine Stäbchen sondern feste Maschen gehäkelt.

Ich hoffe alle Mütter hatten einen wundervollen Muttertag und wurden von ihren Lieben gaaaanz fest in den Arm genommen.




Donnerstag, 10. Mai 2012

Auf zu neuen Ufern

Ich habe zwei neue Projekte angefangen, die ich euch heute vorstellen möchte.  Fangen wir an mit völligem Neuland für mich, die:

Smaragd-Handschuhe

Ich habe nämlich noch nie Handschuhe gestrickt. Das geht ja nicht so weiter!

Die Anleitung stammt aus einem Buch, nach dem schon meine Mutter stricken gelernt hat: Das Burda Strick-Lehrbuch (Dass man da wirklich einen Amazon-Eintrag findet, hätte ich nicht gedacht. Erscheinungsjahr war 1983...)
So sollen sie mal assehen.



Richtig begeistert bin ich von der Wolle, genauer der Farbe: Ich verwende die Schoppel Sockenwolle Admiral in "marsgrün". Obwohl sie als unifarben geführt wird, hat sie hellere und dunklere Nuancen, was die Farbe sehr lebendig und leuchtend erscheinen lässt. Halt so ein richtiges Smaragd-Grün. (Zumal Marsmännchen für mich ja sowieso eher hellgrün sind ...)

Meeresrauschen

Oder auch: schon wieder ein Tuch mit dem Leaves Dancing Muster. ^^;;;
Zur Verteidiung kann ich nur vorbringen, dass die beiden anderen ja nicht für mich waren. Außerdem ist die Perlenverteilung jedesmal anders.



Dieses Tuch soll mich in einer Woche mit in den Urlaub begleiten.Ich finde es passt farblich thematisch ganz super an die kroatische Adriaküste.

Naja und dann gibt es natürlich noch das obligatorische Geheimprojekt. Es ist ja bald Muttertag. ^_~

Und falls ihr euch fragt, warum es eigentlich nicht mit dem Vintage Top weiter geht: Es fehlen eigentlich nur noch die Bündchen. Da ich das Muster abgewandelt hatte (nur rechte Maschen auf der Vorderseite) rollt sich der untere Rand auch nach Waschen und Spannen mit dem krausgestrickten Bündchen ganz erbärmlich. Genau wie die Ärmelchen. Also werde ich die Bündchen nochmal auftrennen und im Rippenmuster neu anstricken müssen ...   x___X

Dienstag, 8. Mai 2012

Die verstrickte Dienstagsfrage 19/2012

Das Wollschaf fragt:

Für viele ein leidiges Thema: die richtige Wollmenge abschätzen. Bleibt bei dir immer zu viel übrig, oder ist das Garn in den letzten Reihen zu Ende? Wie "ermittelst" du deinen Bedarf? Vertraust du auf die Anleitung, sofern vorhanden? Hast du Faustregeln? Berichte doch mal.

Normalerweise kaufe ich Wolle für konkrete Projekte nur bei kleineren Teilen. Der Doubleface Kapuzenschal ist so ein Beispiel. Da hatte ich die Idee mit den Doubleface-Schmetterlingen und habe dann passende Wolle bestellt. Während des Strickens hat sich der Plan eines Schals zu einem Kapuzenschal weiterentwickelt. Also habe ich Wolle nachbestellt. ^^

Bei Oberteilen läuft es für gewöhnlich andersrum: ich werde bei einem Woll-Angebot schwach und überlege mir dann, was daraus werden könnte. Die Menge ist dabei entweder sowieso schon festgelegt, oder ich richte mich nach den Hersteller-Empfehlungen (sofern nach Lauflänge und einigermaßen plausibel). Sollte ich schon konkretere Ideen dafür im Kopf habe, schaue ich auch gerne mal bei Ravelry, wieviel von dieser Wolle andere Strickerinnen für ähnliche Sachen gebraucht haben. Was aus der Wolle letztendlich wird, entscheidet sich sowieso erst bei der Maschenprobe. Ich stricke nämlich sehr gerne Maschenproben und probiere mit allen möglichen Mustern herum, die mir so einfallen. Da das häufig schon mal ein ganzes Knäuel verschlingt, habe ich auch einen super Eindruck, wie ergiebig die Wolle tatsächlich ist. Außerdem fange ich ja mit dem Rückenteil an und kann nach dessen Fertigstellung immer noch entscheiden, ob das Oberteil langärmlich, kurzärmlich oder sogar nur eine Weste wird. Zu wenig Wolle kann mir also schon mal nicht passieren. Dass am Ende ein ganzes Knäul übrig bleibt, passiert mir häufiger. Aber ich ärgere mich da nicht drüber. Die Wolle war ja eh günstig und ich bin überzeugt, dass aus meinen Resten auch nochmal was Tolles wird. 

Bei Tüchern bin ich da pingeliger. Lace-Wolle ist ja nicht gerade günstig und am Ende des Tuches noch ein halbes Knäuel übrig zu haben, ärgert mich dann schon ein wenig. Die Faustregel vom Haruni scheint aber ganz gut zu passen: der letzte Mustersatz verschlingt etwa die Hälfte des Garns. Das hat ja bei meinen letzten Tüchern auch ganz gut gepasst. Auch wenn ich nicht finde, dass man beim Haruni sieht, dass die Hälfte der Wolle in der äußeren Blattreihe steckt:




 Ich halte es im Prinzip also so wie Loriots berühmte Hausfrau beim Eierkochen. ^_~





Sonntag, 6. Mai 2012

Sonntagstorte



Eigentlich war sie ja als Geburtstagstorte gedacht. Da mein Freund allerdings krank geworden ist und die Party somit für uns ins Wasser fiel, haben wir uns zu zweit darüber her gemacht. ^^


Es ist eine Nougat-Clementinen-Creme-Torte aus dem letzten Weihnachts Gugelhupf. Der Clou ist, dass man im letzten Schritt flüssiges Nougat in den Biskuitteig gießt. Damit wird der Boden unheimlich saftig und lecker. Die SahnecremeFüllung enthält 300 ml Mandarinen- und Zitronensaft und ist damit richtig schön frisch. Verziert habe ich die Torte mit Schokosahne und mit Lebensmittelfarbe eingefärbter Sahne mit Vanillezucker. Noch besser gepasst hätte es wahrscheinlich, wenn ich etwas Limettensirup in die bunt Sahne gegeben hätte.
... nächstes Mal. ^_~

Ich wünsche euch allen noch einen tollen Sonntag!

Freitag, 4. Mai 2012

Tolle Taschen selbst genäht (2)

Natürlich habe ich mir das Buch nicht vorrangig wegen kleiner Projekttäschchen gekauft, sondern weil ich Handtaschen nähen wollte.

Von dem Modell "Anna", das ich mir ausgesucht habe, gibt es im Buch wieder Fotos in zwei unterschiedlichen Varianten. Den Schnitt gibt es in zwei Größen, wobei ich mich für die kleinere Variante entschieden habe. Der Schwierigkeitsgrad ist mit 2 angegeben. (In dem Buch gibt es übrigens nach meiner Zählung 5 Modelle mit Schwierigkeitsgrad 1, 14 für mit dem Einstufungsgrad 2 und 7 kompliziertere Modelle. Die "Charlotte" aus meinem letzten Eintrag hat auch Schwierigkeitsgrad 2.)



Ich finde die häufig recht bunten Modelle im Buch zwar sehr schön, um für mich alltagstauglich zu sein brauche ich aber dezentere Farben. Die Stoffe habe ich bei meinem letzten Einkauf beim holländischen Stoffmarkt besorgt.

So sieht jedenfalls meine Anna aus:



Jetzt, wo ich mir die Originalbilder aus dem Buch nochmal anschauen, fällt mir auf, dass meine Tasche beim Übergang von der Passe zum Beutelteil doch deutlich anders aussieht. Beim Nähen bin ich bloß der Anleitung gefolgt und habe nicht darauf geachtet. Mir gefällt der harmonischere Übergang des Originals eigentlich besser, andererseits ermöglicht die so entstandene Mehrweite ein A4-Block oder Buch quer in die Tasche zu bekommen. Insofern bin ich jetzt gar nicht böse drum. (Aber es würde mich doch mal interessieren, wie man die Anleitung zu verstehen hat, um auf das Originalergebnis zu kommen. ^^;;)

Innen habe ich die Tasche mit einem leuchtend türkisen Stoff gefüttert.



Zusätzlich habe ich einen Magnetverschluss angebracht, der in der Anleitung nicht vorgesehen war. Für die Henkel sollen entweder Ösen eingeschlagen werden, an denen sie dann mit einem Knoten fixiert werden, oder ein Stück Leder zur Fixierung darüber genäht werden.

Ich habe einfach ein rundes Stück des Stoffs mit Zickzackstich über dem Henkelansatz appliziert, um das Muster wieder aufzugreifen. Ob sich das wirklich vermittelt weiß ich allerdings nicht.


Um gleich Discordias Frage zum letzten Beitrag zu beantworten: Ja, ich würde das Buch durchaus weiterempfehlen. Ich finde, dass es viele kreative Anregungen liefert und die Modellauswahl ist breit gefächert. Da ist von der Kosmetik-, zur Reisetasche, über den Shopper, von leger bis hin zum schicken Täschchen einfach für jeden Anlass was dabei. Ich persönlich finde eigentlich alle enthaltenen Modelle sehr tragbar. Gerade, wenn man über ein bisschen Abstraktionsvermögen verfügt, bleiben da glaube ich kaum Wünsche offen. Die Fotos und die Gestaltung des Buches finde ich insgesamt sehr inspirierend und ansprechend.

Allerdings sollte man wohl bereit sein ein bisschen zu improvisieren, da die Anleitungen teilweise wirklich arg knapp geraten sind.

Für mich ist es sein Geld allemal mehr als wert. Ich denke für 14,99 € kann man auch einfach kein allumfassendes Standardwerk mit ausführlichster Schritt für Schritt Erklärung erwarten.

*

2014 habe ich ein verbessertes Model nach dem Schnitt genäht.



Donnerstag, 3. Mai 2012

Tolle Taschen selbst genäht

Wie versprochen möchte ich euch meine Erfahrungen mit dem Buch Tolle Taschen selbst genäht schildern.


Über Inhalt und Aufbau findet ihr bei Amazon schon sehr viele Informationen.
Mir macht das Buch jedenfalls schon durch die tollen Fotos und die hübschen Stoffe sofort Lust mit dem Nähen zu beginnen.

Um erstmal klein anzufangen habe ich mir ein recht simples Mäppchen ausgesucht ("Charlotte" im Buch), dass sich wie folgt präsentiert:



Tatsächlich war das Täschchen auch schnell genäht und gut beschrieben. Einziges Manko: das Innenfutter soll per Hand an den Reißverschluss genäht werden. Das kann ich ja noch weniger leiden als Heften!
Also habe ich es mit der Maschine im Nahtschatten der äußeren Reissverschlussnaht befestigt. Ist auch ganz ordentlich geworden.



Geplant habe ich es als Aufbewahrung und Mitnahmetasche für kleinere Strickprojekte. Dafür ist es aber tatsächlich ein wenig knapp bemessen.





Ein Sockenwollknäuel lässt sich schon nur mit sehr viel gutem Willen hineinzwängen. Der abgewandelte Schnitt, für eine etwas größere Variante liegt hier schon bereit. ^_~

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich ein ähnliches Täschchen zu nähen kann ja mal hier schauen. Da ist auch eine weitere Alternative geschildert, wie man zu einem schönen Inneren kommt, ohne Hand anlegen zu müssen: einfach die Innennähte mit Schrägband versäubern.

Und morgen gibt es meine nächste Tasche zu sehen. ^^

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