Dienstag, 2. April 2013

Lekala Schnitt 8004 zweckentfremdet

Auf der Suche nach umstands-/stillgeeigneten Schnitten, bin ich über die Schnitte von Lekala gestolpert. Hier wird versprochen, Schnitte automatisch nach den persönlichen Maßen zu erstellen.

Der Gratis-Schnitt 8004 erschien mir meinen Umstands-Shirts sehr ähnlich.


Man muss nur 5 Maße (Größe, Brust-, Unterbrust-, Taillen und Hüftumfang) eintragen und schon wird einem der Schnitt per Mail zugestellt. (Lustigerweise erschien bei meinen aktuellen Maßen: ich solle doch "reale menschliche Maße" eintragen. Also habe ich mit meinem Bauch etwas geschummelt. Das Vorderteil wollte ich sowieso mehr wie ein Babydoll gestalten.)

Einige Erfahrungen mit dem Schnitt habe ich bei Olilu und twistedfabric, sowie (auf englisch) bei fehrtrade und gefunden. Enigkeit bestand darin, dass der Armausschnitt zu eng geraten ist. Um dem entgegen zu wirken, habe ich mich 7 cm größer geschummelt. (Wobei das im Nachhinein nicht die cleverste Lösung war, weil damit auch der Ausschnitt tiefer rutscht.)

Zum Ausdrucken der Schnitteile muss man eine Software von der Seite laden, die nicht gerade intuitiv ist, aber es gibt eine wunderbare Schritt-für-Schritt Anleitung. Eine Anleitung fürs Nähen gibt es allerdings nicht.

Um den Schnitt auszutesten, wollte ich natürlich keinen guten Stoff verwenden, sondern habe einen Stoffmarkt-Coupon genommen. Aus dem niedlichen Blümchenmuster konnte aber natürlich kein straßentaugliches Shirt werden. Also habe ich auf Nachthemd umdisponiert.



Die Armausschnitte dürften für mein Wohlbefinden tatsächlich nicht enger sein. Am Ausschnitt habe ich noch etwas rumgemurkst, damit sich die Brustteile weiter überlappen. Es wäre wohl doch besser gewesen, die Armausschnitte und Ärmelteile von einem funktionierenden Schnitt abzuzeichnen. Das Bauchteil hat bei mir eine Weite von 1 m, die ich unter der Brust eingekräuselt habe. Damit passt der Babybauch auch ganz wunderbar rein, wie die Puppe hier demonstrieren darf. = )



Insgesamt habe ich gestaunt, was man aus 1,5m Stoff so rausholen kann. Wobei die Spitze an der unteren Kante nicht nur zur Zierde ist, sondern auch, weil ich mich in einem Nachthemd zur Zeit einfach wohler fühle, wenn es kniebedeckend ist.

Zu den Lekala Schnitten habe ich noch keine abschließende Meinung. Zum einen, weil sich der Sitz bei meinen Umstandsmaßen eh schwer beurteilen lässt und zum anderen, weil ich nicht weiß, ob die Ärmel-Schlappe sich nicht auf diesen einen Schnitt beschränkt. Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass eine Frau mit meinen aktuellen Brust- unds Hüftmaßen keine so zierlichen Ärmchen hätte.

Für Umstandsmode unglaublich praktisch fand ich allerdings, dass ich nicht erst in Burda-Tabellen graben musste, welcher Größe mein aktueller Brustumfang nun entsprechen könnte, sondern einfach nur die Maße eingeben brauchte und die passende Größe ausgespuckt wurde.

Der kostenlose Schnitt 8001 sieht auch sehr stillfreundlich aus. Vielleicht probiere ich den noch.


Wobei die Armausschnitte schon wieder verdächtig eng wirken ...

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