Mittwoch, 10. April 2013

Making Of - das Kinderzimmer

Für einen Blog mag es eine ungewöhnliche Chronologie sein, aber nach dem Happy-End möchte ich euch doch noch ein paar Bilder von unserer ehemaligen Dauerbaustelle zeigen. Und vielleicht findet ja der ein oder andere die Inspiration etwas Ähnliches umzusetzen.

Los ging es bei mir mit dem Motiv und der daraus resultierenden Farbentscheidung. Nur hellblau wäre mir zu kalt gewesen, also hellblau und hellgrün. (Und Pastellgelb, das irgendwann noch an die Decke soll ...) Außerdem sollte Weiß weiterhin eine dominierende Rolle spielen. Bei normaler Raumhöhe würden dafür sicherlich die Möbel reichen, aber bei 3,4m Deckenhöhe war es gleichzeitig verlockend ein Konzept zu finden, bei dem man nicht die Wände bis zur Decke streichen muss.

Um herauszufinden, welche Höhe ich für den Farbübergang optimal finde, habe ich farbige Wolle (die kommt euch vielleicht bekannt vor. ^_~) an die Wand gespannt. 1,3 m Höhe erschien mir optimal.
 


Danach ging es an die Anordnung der (im Internet gefundenen) Motive. Dafür habe ich sie entsprechend vergrößert, ausgedruckt, zusammengeklebt und mit Malerkrepp an die Wand geheftet, um mir die Wirkung anzuschauen.


Mit meinem heißgeliebten Keramikstift, der sich im Zweifelsfall auch problemlos von der Wand radieren lässt, habe ich die Drachen an die Wand schabloniert.


Dabei habe ich die Motive in kleinen Schritten immer weiter zerlegt. Also zuerst den Umriss gezeichnet, und diesen für die kleiner werdende Schablone immer wieder zum richtigen Anlegen als Orientierungslinie verwendet. Der Vorteil ist, dass man dafür wirklich nicht zeichnen können muss.


Nun habe ich entlang meiner Woll-Linien die späteren Kanten zur weiterhin weißen Tapete abgeklebt. Für alle anderen Kanten (Fußbodenleisten, Steckdosen usw.) habe ich einfach irgendein billiges Malerkrepp genommen. Aber da ich hier ein besonders sauberes Ergebnis wollte, habe ich kurz mit dem Gedanken gespielt mir das teure Frogtape zu leisten. Da es das im Baumarkt unseres Vertrauens nicht gab, haben wir aber doch auf Tesa zurückgegriffen.


An dieser Stelle eine kleine Warnung: So sieht die Tapete hinterher aus, wenn man das Precision Indoor ("das Gelbe") anstatt des Precision Sensitive ("das Rosane") verwendet. Ersteres klebt für Tapeten nämlich ein bisschen ZU gut. Naja, etwas Alleskleber und die Tapete war wieder dran. Ich müsste jetzt suchen, um die Stelle wieder zu finden...


Eine Anleitung, wie man Kanten zwischen zwei Farben wirklich professionell arbeitet, findet man hier. Dafür hätte ich nämlich eigentlich die weiße Originalfarbe haben müssen. Allerdings hat es auch so, mit nur abkleben geklappt. Dank Altbau haben wir allerdings auch keine Rauhfasertapete, sondern glattere Vliestapete an den Wänden.

Nachdem alles abgeklebt war, hat mein Held die Wände gestrichen.


Ich habe die Drachen mit der Wandfarbe gemalt, wobei ich für die Umrisse und Schattierungen noch schwarze und weiße Abtönfarbe verwendet habe.



Und fertig!



Zum Abschluss habe ich noch ein wackeliges Handybild, wie Fridolin die Arbeit überwacht hat. Da seht ihr nämlich, wie das Gästebett, das ja jetzt auch an der gleichen Stelle steht, ohne Stoffbezug aussieht.




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