Dienstag, 29. Juli 2014

Hello Sunshine! - Nachschlag Schürze Simplicity 4282


Wie versprochen habe ich die Schürze nach dem Schnitt 4282 von Simplicity gleich noch mal für meine Mutter genäht. Schließlich landen Schürzen ja doch öfter mal in der Wäsche.


Der gute-Laune-Stoff heißt "Hello Sunshine" und ist von Riley Blake. (Hatte ich von hier.) Laut Anleitung braucht man 2 Meter in der üblichen Patchwork-Stoffbreite. Ich hatte 2,25 m und habe sie für Größe L auch ziemlich vollständig aufgebraucht.


Die Träger sind wieder auf dem Rücken gekreuzt, damit sie nicht von der Schulter rutschen können. Anstatt Knöpfen habe ich KAM Snaps verwendet und aus diesem Grund den Bund und die Enden der Träger mit Bügeleinlage verstärkt. Außerdem habe ich diesmal die Bindebänder mit einem ganz dünnen Baumwollstoff verstürzt, anstatt sie nur schmal zu säumen. Das geht bei mir schneller und ich finde es sieht auch ordentlicher aus, als wenn man die linke Stoffseite sehen kann.



Zum Vergleich noch ein Bild von der ersten Schürze.

http://fairyknits.blogspot.de/2014/06/schurze-nach-simplicity-4282.html

 Ich bin immer noch ganz begeistert, sowohl vom Schnitt, als auch vom Stoff. So eine Schürze ist eigentlich eine wunderbare Gelegenheit schöne Stoffe, die einem für Kleidung zu auffällig wären, mal zu etwas anderem zu verarbeiten, als Täschchen oder Deko. Ich liebäugle ja schon seit Ewigkeiten mit dem "Filigree Flutter" von Michael Miller. Für Kleidung wäre er mir zu groß gemustert. Aber so eine Schürze könnte ich mir damit gut vorstellen. Leider habe ich zur Zeit keinen Anbieter in Deutschland gefunden. = (


https://www.fabric.com/buy/dm-287/michael-miller-filigree-flutter-black

Ich bin heute wieder beim Creadienstag dabei.

Mittwoch, 23. Juli 2014

15 Monate


Ein und ein Viertel Jahr ist der Drachenprinz nun alt. Er ist nicht weiter gewachsen (Gr. 92, 12 kg), aber hat inzwischen 9 Zähne.
 

Sein erstes richtiges Wort ist Papa. Mama sagt er zwar auch, aber irgendwie erschließt sich mir seine allumfassende Anwendung nicht so recht. Ich bin damit jedenfalls nicht direkt gemeint. Er sagt es, wenn er essen sieht, (wir sagen in dem Zusammenhang manchmal "Njam, Njam"), aber auch sonst in den verschiedensten Situationen, die seine Umgebung beschreiben. Ansonsten versucht er die Tierstimmen-Immitationen nach zu machen, die erkennt man aber eher am Rhythmus, der Betonung und Wortmelodie, als an den Wörtern selber. ("Da da da" für "nag nag nag"; "Mmm Mmm" für "Sum sum" - nicht zu verwechseln mit "MMM" fur "Muh". "Wau Wau" kann er aber schon ganz gut.)

Begriffe versucht er immer allen passenden Gegenständen zuzuordnen. Bei dem Wort "Schmetterling" wurde z.B. so lange mit den Ärmchen gewedelt und mit "Da!" dirigiert, bis er mir alle Schmetterlinge in der Wohnung gezeigt hatte. Und bei den Bilderbüchern schleppt er bei den Abbildungen, die er kennt, auch die passenden Gegenstände und Figuren an.

Er kann jetzt im Elefantengang laufen und guckt sich dann gerne zwischen seinen Beinen die Welt auf dem Kopf an. Außerdem läuft er ein paar Schritte seitlich an Wänden und Schränken entlang. Und er übt neuerdings ganz frei, ohne Hilfsmittel aus der Hocke aufzustehen. Das klappt aber immer nur ein Millisekündchen, bis er nach vorne umfällt. Aber er ist wahnsinnig stolz und strahlt über das ganze Gesicht.


Außerdem wirft er gerne seine Spielsachen, hat Fußball für sich entdeckt (im Sitzen, und die Koordination fällt ihm echt schwer, aber er freut sich, wie ein Schneekönig) und steckt sich die Bälle aus dem Bällebad in seinen Body und verteilt sie so in der ganzen Wohnung. Einräumen und Ausräumen sind sowieso immer noch ganz spannend. Fast so toll, wie von-oben-runter-schmeißen. ^_~

Ganz besonders freut mich natürlich, dass er inzwischen super kuschelig ist. Er kommt selber so richtig kuscheln und wenn man ihn auf dem Arm hat kann er einem vor Freude stürmisch um den Hals fallen.

So langsam versucht er auch mehr selber zu Essen. Neben Erdbeeren, Bananen und Melone steht er auf Brokkoli, saure Gurken, Oliven, Brot, Erbsen und Reis. Tomaten mag er hingegen gar nicht. Auch alles mit Tomatensoße wird abgelehnt.

Das Beste am Essen ist aber, dass er hinterher seinen Platz mit einem nassen Handtuch abwischen darf. Handtücher sind toll und nasse ganz besonders. Außerdem möchte er uns sowieso alles nachmachen und dann am liebsten ganz alleine selber machen.

Donnerstag, 17. Juli 2014

370 Lemminge können nicht irren - Schnabelina Hipbag

Auf den letzten Drücker habe ich mich doch noch von der Begeisterungswelle des Schnabelina Hipbag Sewalongs erwischen lassen. (Aktuell wurden 370 Hipbags auf Schnabelinas Blog vorgestellt.)


Eigentlich bin ich ja kein Fan von Hüfttaschen. Und für mich schon gar nicht in knallbunt. Die edle Variante von Andrea Fehr  hat mich meine Ablehnung allerdings überdenken lassen. Und bald ist mein Kleiner ja auch soweit, dass wir auf den Spielplatz können. Da stelle ich es mir schon sehr praktisch vor, alles am Mann zu haben.

Meine Tasche ist wieder aus dem recycelten Rockstoff. Das Innenleben ist dagegen komplett pink. Da man den Außenstoff nicht wirklich bügeln kann, habe ich mir mit dieser Wahl das Leben ganz schön schwer gemacht, weil ich eigentlich nicht wollte, dass das Pink irgendwo rausblitzt.


Im Inneren habe ich eine Eingrifftasche und ein Kartenfach genäht. Außen habe ich mich für die einfache Klappentasche entschieden und als besonderes Detail aus einem Stück Spitze ein Blümchen gebastelt und unter dem KamSnap befestigt.

Vor dem Einfassen mit Schrägband hatte ich ja ziemlich Bammel, aber mit dem dünnen Schrägband von jajasio war das überhaupt kein Problem.

Als ich das Schnittmuster ausgedruckt hatte befielen mich arge Zweifel, ob die Tasche nicht viel zu klein ist, um praktisch zu sein. Zu meinem großen Erstaunen passen allerdings sogar mein weiblich ausladendes Portemonnaie und mein Handy rein. (Schlüsselbund und Taschentücher kann ich auch noch daneben quetschen.)

Wobei Schnabelina gerade heute angekündigt hat, dass es die Tasche nun auch eine Nummer größer geben wird...

Ich verlinke die Tasche bei Rums, Taschen und Täschchen und natürlich bei Schnabelina.

Dienstag, 15. Juli 2014

Färbe-Abenteuer mit Simplicol

In verschiedenen Blogs bewundere ich regelmäßig die kreativen Woll-Färbekünste. (Z.B. Die wunderschönen Pflanzenfärbungen von Lavendelblau.) Allerdings schreckt mich der Aufwand dahinter doch ziemlich ab. Nun habe ich für mich eine unkomplizierte, aber nicht weniger spannende Alternative gefunden: Stoffe färben in der Waschmaschine.

Angefangen habe ich mit einer meiner Lieblingsfarben: Petrol. Färben wollte ich einen grauen Pullover im Lagenlook, einen etwas angegilbten weißen Rock und drei Jersey Coupons vom Stoffmarkt.



Spannend wird es vor allem, wenn man die Zusammensetzung der Stoffe nicht kennt, da nur Baumwolle und Viskose gefärbt werden. Synthetische Fasern nehmen die Farbe nicht an. In meinem Fall hatte wohl nur einer der Stoffcoupons einen hohen Baumwoll-Anteil. Da ich Mintgrün auch mag, finde ich das aber nicht weiter schlimm.

Außerdem muss man beim Färben beachten, dass die Nähte nicht mitgefärbt werden. Das kann man bei dem Rock schön an den außenliegenden Overlocknähten sehen. Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich nicht einfach die linke Seite außen trage. Dafür müsste ich nur den Unterrock umarbeiten.


Als nächstes wollte ich dem pastellgelben Cord, den ihr von der Latzhose aus dem letzten Beitrag kennt, eine etwas Möhren-, Spinat-, und Spielplatz-verträglichere Farbe verleihen. Ich wählte blaue Farbe in der Annahme, es würde ein Grün oder zumindest ein grünstichiges Blau herauskommen...



Wie ihr seht ist überraschenderweise ein reines Blau entstanden. Es ist nur etwas heller, als bei den reinen Baumwollstoffen, da der Cord wohl auch eine Synthetik-Beimischung hat.

Der schwarz-weiße Stoff ist übrigens auch ein alter Bekannter dieses Blogs. Es handelt sich um einen Rock, bei dem ich nach dem Nähen feststellen musste, dass er sich doch recht schwierig mit meinem Kleiderschrank kombinieren lässt. Ich hoffe, dass er sich nun etwas gedeckter besser einfügt.

Für alle, die jetzt Blut... Farbe geleckt haben, gibt es noch ein paar technische Details:
Ich hatte gelesen, dass die Färbungen bei größeren Stoffmengen gleichmäßiger werden, wenn man die Stoffe vorher einweicht. Keine Ahnung, ob das notwendig ist, aber da die Ergebnisse perfekt gleichmäßig geworden sind, werde ich dabei bleiben. Außerdem habe ich brav das Färbesalz verwendet. Angeblich kann man aber wohl auch normales Haushaltsalz nehmen.

Bei der Färbung mit Petrol habe ich die maximalen 1800 g ausgereizt. Allerdings haben die Stoffe, die kaum Farbe aufgenommenen haben, 580 g davon ausgemacht.
Bei der Färbung mit Kobaltblau haben die Stoffe 1600 g auf die Waage gebracht.

Meine Färbe-Abenteuer verlinke ich beim Creadienstag.

Samstag, 5. Juli 2014

Latzhose mit kleinem Elefanten


 Nach der Geburt meines Sohnes bin ich ja kaum zum Nähen gekommen. Kleidung für ihn hätte sich im Prinzip sowieso nicht gelohnt, weil er praktisch jeden Monat eine Größe zugelegt hat. Zu seinem ersten Geburtstag wollte ich aber unbedingt eine süße Latzhose nähen. Da er zu dem Zeitpunkt schon Gr. 86 trug, habe ich den Schnitt aus der Ottobre 3/2002 auf eine Gr. 92 erweitert, damit er die Hose nicht nur an seinem Geburtstag tragen kann. Für ein einfacheres Wickeln habe ich die Bein-Innennaht außerdem komplett mit KamSnaps knöpfbar gemacht.



Leider haben sich Latzhosen seit er krabbeln kann als sehr unpraktisch herausgestellt. Die Hose wird natürlich nur auf den Schultern gehalten  und er zieht sich die Hose mit den Knien beim Krabbeln ja immer nach unten. Die Träger schneiden an den Schultern dabei zwar nicht wirklich ein, aber es ist teilweise ein ganz schöner Zug auf den Schultern, den ich mir ziemlich unangenehm vorstelle.


Glücklicherweise hat der Drachenprinz mit knapp Gr. 92 erstmal aufgehört zu wachsen. Außerdem habe ich die Hosenbeine mit Aufschlag genäht und die Träger können auch noch etwas mitwachsen. Und dann hoffe ich mal, dass ich sie ihm, sobald er läuft, mit gutem Gewissen anziehen kann.




Die Farben sind mir inzwischen fast etwas zu "babymäßig", aber in die kleinen Elefanten bin ich immer noch ganz verliebt. Und schließlich sollte ich es genießen, solange er noch ein bisschen als Baby durchgeht, auch wenn er mir schon sooo groß vorkommt.

Die Latzhose verlinke ich bei Made4Boys.

Dienstag, 1. Juli 2014

Recycling: Cremedose wird zum Nadelkissen

Mit diesem kleinen Bastelprojekt habe ich gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich habe eeeeendlich ein hübsches, selbstgemachtes Nadelkissen, ich habe eine Verwendung für leere Cremedosen gefunden, (die Bodyshop Körperbutter-Dosen riechen auch leer und ausgewaschen noch so toll, die sind einfach zu schade zum Wegwerfen,) und ich habe nun einen anständigen Fadensammler, so dass sich neben der Nähmaschine nicht immer so ein trauriges Häufchen Fädchen bildet.

Aber von vorne: den Anstoß gaben zwei Pins bei Pinterest (klick und klick) und die hübsche Umsetzung von Goldkind. Also habe ich mein Material zusammengesammelt und mich ans Basteln gewagt.


Ich bin zwar kein großer Fan von Heißkleber, aber er hält auf dem glatten Plastik der Dose wunderbar. Das Fädchen Nähgarn ist mir übrigens gerissen, bei dem Versuch die Menge Bastelwatte zu bezwingen, die nötig war, damit das Kissen richtig fluffig wird. Erst vierfädig hat es gehalten. Also lieber gleich was Stabileres verwenden.

Falls jemand noch Ideen für mich hat, was man mit leeren Cremedosen noch so anstellen kann, würde ich mich sehr freuen.



Das Nadelkissen verlinke ich beim Creadienstag und der Nadelkissen Sammlung.


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