Sonntag, 30. November 2014

Kürbis-Mützchen


Da in diesem Blog in letzter Zeit sehr wenige gestrickte Werke zu sehen waren, hat sich das Mützchen einen eigenen Eintrag verdient.

Begonnenen hatte ich es bereits im letzten Herbst. Glücklicherweise hat sich der Kopfumfang meines Sohnes nicht nennenswert verändert und so konnte ich es diesen Herbst pünktlich vor den ersten kalten Tagen fertigstellen.

Die Mütze ist nach dieser kostenlosen Anleitung aus Drops Merino Extra Fine gestrickt. Den Orange-Ton fand ich zwar enttäuschend bräunlich, zusammen mit dem Petrol und bei Tageslicht wirkt es jedoch orange genug.



Samstag, 22. November 2014

My first Halloween




Wir haben Halloween dieses Jahr groß gefeiert. Da durften passende Outfits für den kleinen Prinzen natürlich nicht fehlen. Hier kommt jetzt also eine geballte Ladung Fledermäuse und Kürbisse in schwarz-orange.

Da wären drei Bodys nach Schnabelinas Regenbogenbody-Schnitt. Die Fledermäuse sind appliziert und die Kürbis-Gesichter sind mit oranger Textilfarbe grundiert und dieser Glitzerfarbe aufgemalt.




 Dazu passend gab es jeweils eine gefütterte Hose. (Wie ich vorgehe hatte ich hier beschrieben.)




 Vervollständigt werden die Sets durch zwei Hemdchen. Einmal aus einem wunderschönen Kürbis-Patchwork-Stoff. Die Fledermäuse auf dem Kragen sind Abschnitte einer Satin-Fledermaus-Borte, die ich mal in einem Bastel-Laden mitgenommen hatte.



 Das zweite Hemd besteht aus einem recht festen Baumwollstoff. Daher habe ich es mit einem Flanell gefüttert. Da der Herbst bei uns recht milde begann, konnte ich es dadurch sogar als Jäckchen anziehen. (Die Äffchen passen thematisch natürlich nicht ganz, aber das sehe sonst sowieso nur ich und ich wollte nicht noch extra neuen Flanell besorgen.)
 




Da hatte die kleine Fledermaus gerade den ersten Keks seines Lebens erobert. ^_~


Einzeln fügen sich die Halloween-Klamotten meiner Meinung nach auch ganz gut in seine sonstigen Kindersachen ein.


Mein Halloween-Sammelsurium ist auch bei Made4Boys zu finden.

Dienstag, 18. November 2014

10 Tipps für schnelleres Nähen




Eigentlich habe ich seit mein Sohn auf der Welt ist weniger Zeit zum Nähen. Trotzdem werden mehr Sachen fertig, als vor seiner Geburt. Im Folgenden habe ich 10 Tipps zusammengestellt, die mir geholfen haben produktiver zu nähen.


1. Schnittmuster auf Folie übertragen

Schnittmuster abpausen gehört sicherlich bei den meisten Hobbyschneiderinnen zu den eher nervigen Aufgaben. Mir geht das viel schneller von der Hand, seitdem ich statt Seidenpapier einfach Geschenkfolie verwende, wie man sie z.B. bei Nanu-Nana für kleines Geld bekommt.

Vorteile: Die Linien sind durch die Folie leicht zu sehen, und man muss nicht so krampfhaft die richtige Kurve suchen.
Die Folie muss weder mit Nadeln noch Gewichten fixiert werden,
weil sie elektrostatisch aufgeladen ist und damit ein bisschen am Schnittmusterpapier "klebt".



2. Schneidergewichte

Bei der Schnittmusterübertragung lasse ich die Nadeln inzwischen im Kissen und verwende Schneidergewichte (bzw. was auch immer gerade greifbar ist und die gleiche Funkion erfüllt.)

Vorteile: Einen Gegenstand auf das Schnittmuster stellen geht einfach schneller, als erst mit den Nadeln rum zu stochern. Insbesondere, wenn man die Position des Schnittmusters doch nochmal korrigiert, weil man es vielleicht nicht ganz parallel zum Fadenlauf positioniert hat.


3. Rollschneider + Schneidematte

Ein Rollschneider und eine große Schneidematte sind natürlich eine gewisse Investition. Für mich hat es sich allerdings sehr gelohnt.

Vorteile: Beim Zuschneiden verzieht sich nichts. (Das spart alleine schon die Zeit. die man sonst aufwendet. um sich neue kreative Flüche auszudenken.) Und einmal mit dem Rollschneider drumrumradeln geht bei mir deutlich schneller als mit der Schere. Insbesondere zusammen mit Punkt 4 ergibt sich ein großer Zeitgewinn.



4. Keine Nahtlinien auf den Stoff malen, Nahtzugaben freihand anschneiden

Je nachdem, wie man Nähen gelernt hat, kostet das ein bisschen Überwindung. Außerdem ist es natürlich eine Frage der Übung. Ich habe mich auch erst bei Kinderkleidung getraut es zu probieren. Aber eigentlich ist es viel einfacher als ich dachte! Für den Anfang kann man auch Schnitte verwenden, die schon eine definierte Nahtzugabe enthalten, wie Simplicity bzw. "Meine Nähmode" (Wenn ich doch Markierungen auf den Stoff malen will, verwende ich zumindest Stifte mit denen ich gut arbeiten kann. Da gehört Schneiderkreide definitiv nicht dazu. Ich mag Trickmarker und Keramikstifte, wenn es wieder verschwinden soll. Ansonsten auch gerne Bleistift, der wäscht sich zwar nicht aus, verschmiert oder verläuft aber auch nicht.)

Vorteile: Okay, das ist ziemlich offensichtlich: Wenn ich mir nicht die Zeit nehme, ein oder sogar zwei Linien pro Schnitteil auf den Stoff zu malen, habe ich die Zeit zum Nähen!


5. Bügeln statt Stecken

Ich hasse Bügeln und habe es lange möglichst umgangen. Z.B. bei Säumen oder Schrägband habe ich lieber jeden Zentimeter mit Nadeln gesteckt, als einmal zu Bügeln. Dabei ist es andersrum viel effektiver und wenn man kräftig gebügelt hat, braucht man eigentlich gar nicht mehr stecken.

Vorteile: Gebügelte Kanten werden deutlich ordentlicher. Und das Stecken kann man sich je nach Stoff danach auch komplett sparen.

6. Nähen und Säumen in einem Arbeitsschritt: Overlock

Das ist natürlich wieder vorwiegend eine Budget- und Platzfrage. Meist hat man ja auch das Gefühl, man bräuchte eine Overlock nur, wenn man viel Jersey näht. Allerdings kann man sich auch bei Kleidung aus Webware meist das Versäubern sparen.

Vorteile: Es sieht super professionell aus. Und geht wirklich super fix.

7. An schwierigen Stellen lieber Kleben statt Stecken oder Heften

Es gibt ja immer wieder so knifflige kleine Ecken, Kanten, Runden und Strecken, die einfach nicht ordentlich werden wollen. In der Regel merkt man das ja auch schon vor dem Nähen und versucht dann entweder gründlich zu Stecken oder zu Heften. Das Stecken verbessert bei mir das Ergebnis in der Regel noch nicht mal sonderlich. (Und ich hasse Heften!) Meine Wunderwaffen in diesen Fällen sind das doppelseitige Klebeband Stylefix und ein Heftstift. Das Klebeband nutze ich vor allem für lange gerade Strecken (Reißverschlüsse) und den Heftstift für Rundungen und Jersey.

Vorteile: Nicht lange fummeln, einfach festkleben und weiternähen. Bei mir wird das in der Regel auch ordentlicher und man hat auf jeden Fall die Zeit für potentielles Trennen gespart.




8. Öfter das Gleiche nähen

Ich habe ja ständig tausend Ideen im Kopf und es gibt sooo viele schöne Schnittmuster, die alle probiert werden wollen. Außerdem ist es ja nicht besonders kreativ, ständig das Gleiche zu machen. Allerdings kann man sich auch in der Ausarbeitung kreativ austoben und für erprobte und "für gut befundene" Schnitte gilt bei Zeitknappheit: "Never touch a running system!"

Vorteile: Man muss das Schnittmuster nicht nochmal kopieren, hat den "Fahrplan" schon grob im Kopf und kennt die "Fallen", die man nun gleich umgehen kann. Das spart schon einiges an Zeit. Anderen fällt bei verschiedenen Stoffen sowieso nicht auf, dass es der gleiche Schnitt ist.


9. Vorratshaltung

Mit der Zeit sammelt sich in der Regel ja sowieso immer mehr Hobby-bezogener Kram an. Gerade die grundlegenden Verbrauchsmaterialien sollte man meiner Meinung nach im Haus haben. Zumindest spart es mir Zeit. Das fängt bei Nadeln in den üblichen Stärken an, geht über Garn in einem kleinen Regenbogen und hört bei Reißverschlüssen, Schrägband, Kam Snaps, Bügelvlies und Bündchen auf. (Na gut, außerdem horte ich Spitzen, Knöpfe, Bänder, Stoffe und von der Wolle fangen wir lieber gar nicht an. ^_~)

Vorteile: Alles was man erst besorgen muss, hält einen auf. Der Hamster greift in die Schublade und kann weiter nähen.


10.  Kam Snaps statt Knöpfe

Ich mag die KamSnaps Druckknöpfe unheimlich gerne. Allein schon wegen der bunten Farben. Das Einsetzen geht schnell und einfach. Und das frisch genähte Teil landet auf keinen Fall in der Ecke, weil erst noch Knöpfe ausgesucht und angenäht werden müssen. Wenn es sie in Perlmutt gäbe, würde ich wahrscheinlich überhaupt nichts anderes mehr verwenden.

Vorteile: Die Zeit fürs Knopflöcher-Nähen und Knöpfe-Annähen kann man sich sparen.


(11. Schneller Nähen ^_~ )

Genau wie im Auto habe ich einen recht zögerlichen Stil an der Nähmaschine. Darum muss ich mich auch hier immer wieder ermahnen einfach mal "Gas zu geben".

Vorteile: Insbesondere bei längeren geraden Strecken macht es schon einen zeitlichen Unterschied ob man so vor sich hin dümpelt oder mal richtig los rattert.







In der gesparten Zeit lässt sich heute natürlich auch ganz wunderbar beim Creadienstag schmökern. ^_~



Samstag, 15. November 2014

Eulen, Krokodile und Frösche

Nach den ersten erfolgreichen Versuchen habe ich mich gleich noch mal an Bodys nach Schnabelinas Regenbogenbody Schnitt gewagt. Von dem lustigen Frösche-Stoff hatte ich nur einen knappen halben Meter. Das ist zu wenig für einen Body mit amerikanischem Ausschnitt. Deshalb habe ich quer zum Fadenlauf zugeschnitten. Jetzt habe ich quasi einen Mitwachs-Body, weil er ja längs elastisch ist. Das er in der Breite nicht sehr elastisch ist, stört erstaunlicherweise nicht.



Als nächstes wollte ich unbedingt mal das Kragentutorial von Hamburger Liebe für Kragenbündchen mit Knopfleiste ausprobieren. Das hat super geklappt, obwohl ich die Einschnitte für das Bündchen etwas zu tief gemacht hatte. Das nächste mal würde ich die Knopfleiste noch etwas länger machen für meinen kleinen Dickkopf. ^_~


 


Und zuletzt habe ich mich nochmal am Trotzkopf von Schnabelina versucht. Die Kragenlösung finde ich super clever. Nur mein erster Versuch lässt sich doch etwas schwer an- und ausziehen, weil der Pulli recht schmal geschnitten ist und ja noch über einen Body drüber gezogen wird. Deshalb habe ich in der Breite (also an Seitennaht und Ärmel), beim Zuschneiden 0,5 cm dazu gegeben. Damit lässt es sich schon besser handhaben, aber die Ärmel selber könnten nach meinem Geschmack auch noch ein bisschen lockerer sitzen. Außerdem habe ich das Vorderteil diesmal in einem Stück zugeschnitten. Ich habe für das Pulloverchen in Gr. 92 ziemlich genau einen halben Meter Stoff verbraucht. Irgendwie staune ich immer wieder, wieviel Stoff doch für die Kleidung so eines Minimenschen drauf geht. ^_~


Die Sachen stelle ich natürlich auch bei Made4Boys vor.

Dienstag, 11. November 2014

Bunte Hosen für den Herbst mit Futter







Ich habe in letzter Zeit viel genäht, bin aber wenig zum Bloggen gekommen. Das wird in den nächsten Tage nachgeholt. Den Anfang machen ein paar Hosen, die ich nach dem bewährten Schnitt aus Ottobre 1/2004 genäht habe.

Neu für mich war das Füttern der Hosen. Für den oberen Bund bin ich dabei nach dieser Anleitung für Wendehosen vorgegangen. Allerdings war mir das mit der Wende-Öffnung für die Overlock doch zu umständlich. Die Beinbündchen sind also ganz normal angenäht, als wäre es nur eine Lage.

Schnabelina hat ja gerade erst angekündigt, dass sie eine Anleitung für eine gefütterte Hose ohne sichtbare Nähte ohne Wendeöffnung ausgetüftelt hat. Da bin ich schon sehr gespannt drauf!

Durch das Futter sind die Hosen super kuschelig. Die gelbe Hose ist sogar mit Nicky gefüttert und damit richtig warm. Die Sterne sind mit engem Zickzack-Stich appliziert.





 


Bei der Streifenhose habe ich zusätzlich zur Zierde ein "Bindebändchen" aufgenäht. Es hat keine Funktion und ist einfach nur ein dünner Streifen Jersey (der rollt sich ja von alleine ein), der in der Mitte auf den Bund genäht ist. Der kleine Prinz spielt gerne daran herum und ich finde die Hose sieht damit gleich viel mehr nach Jogginghose statt nach Schlafanzug aus.






Den bunten Elefantenstoff hat sich der kleine Mann selber ausgesucht. Als er ihn im Stoffladen gesehen hat, fing er gleich fröhlich an Elefantentröten nachzuahmen und wollte mir jeden einzelnen Elefanten zeigen. Weil er die Elefanten so gerne mag, habe ich die Vorderseite "falschrum" zugeschnitten. Dann stehen die Elefanten nicht Kopf, wenn er an sich herunterschaut, wenn er sie trägt. Auch hier habe ich wieder die fake Bindebändchen angenäht. Das hat auch den Vorteil,dass man beim Wickeln sofort sieht, wo vorne ist.

Die Hosen sind bei Made4Boys dabei.

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