Mittwoch, 21. September 2016

Herbstkind sew along - Der letzte Feinschliff

Der Herbstkind sew along von nEmadA nähert sich dem Ende. Zeit für einen Zwischenstandsbericht.

Es hat mich doch mehr Überwindung gekostet, als gedacht, in meinen selbstgestrickten Stoff zu schneiden... Zunächst habe ich den Oldskool Schnitt aus Ottobre 6/2013 Pi*Daumen in Gr. 122 abgepaust. (Die kleinste Größe im Heft ist eine 128). Und dann mal den Schnitt aufgelegt, wie er auf das Strickstück passt...



Am Rückenteil haben ein paar cm für die Schulter gefehlt. Da musste ich noch etwas anstricken. Außerdem zieht sich das Gestrick durch das Rippenmuster stark zusammen. Auf der Höhe des Perlmusterbündchens hätte die Breite gepasst, aber darüber ist es definitiv zu schmal. Also wollte ich die Blende entsprechend breiter machen. Erst habe ich überlegt, ob die Blende dann dem Schwung des Gestricks folgen soll (grüne Linie auf dem unteren Foto), oder doch lieber gerade angesetzt werden soll (blaue Linie). Ich habe mich dann doch für eine gerade Kante entschieden und den Teil des Vorderteils, für den nicht genug Stoff da war, an das Schnittteil für die Blende gebastelt.


Erstaunlicherweise ist das Schnitteil für die Blende einige Zentimeter kürzer, als das Gegenstück am Vorderteil. (In der Skizze habe ich die Bereiche rot markiert.) Da die Blende allerdings quer zum Fadenlauf zugeschnitten wird und somit an dieser Stelle deutlich dehnbarer ist, habe ich nichts daran geändert.


Und dann ging es an den Zuschnitt. Und tatsächlich hat sich das Gestrick auch ganz brav schneiden lassen, ohne dass sich irgendwas aufgedröselt hätte. Ich hatte 280 g Drops Merino Extrafine verstrickt. Der Verschnitt wiegt 31 g. Mit dieser Bilanz bin ich absolut zufrieden.


Den labberigen Strickstoff mit der Overlock zu nähen hat mir doch ein wenig Probleme breitet. Zumal ich ja eben nicht viel Verschnitt zum Rumprobieren hatte. Aber die Nähte sieht man ja von außen nicht. ^^
Schade ist hingegen, dass sich die Blende durch die im Schnitt fehlende Länge tatsächlich etwas nach oben zieht. Das würde ich beim nächsten mal auf jeden Fall ändern.

Bleibt noch die schwierigste Aufgabe: passende Knöpfe auswählen. (Und Knopflöcher nähen ^^;;)


Und jetzt schaue ich mal, was die anderen Teilnehmer so gezaubert haben.

Dienstag, 13. September 2016

UV-Schutzkleidung

Babys und Kleinkinder sollten im Sommer  die Zeit der intensivsten Sonneneinstrahlung zwischen 11 und 15 Uhr meiden. (Kann man z. B. beim kinderdoc nachlesen.) Blöd nur, wenn die Kita ihre Ausflüge generell in diese Zeit legt.

Also habe ich meinem Sohn im nun schon vergangenen Sommer UV-Schutzkleidung genäht. Dafür habe ich UPF 50 Baumwolljersey in orange und Viscosejersey in türkis von Funfabric verwendet. Mit der Qualität der Stoffe war ich sehr zufrieden. Auch wenn ich natürlich nicht wirklich weiß, ob sie halten, was sie versprechen. Einziges Manko bei dem Viscosejersey: Flecken lassen sich nur sehr schwer daraus entfernen. Aus dem Jersey, den ich sonst verarbeite sind nach einer Wäsche alle Saft- und Erdflecken verschwunden. Bei dem Viscosejersey bin ich an den Flecken schier verzweifelt und habe mit Essig und Bleiche herumgekämpft. Ist das ein generelles Phänomen bei Viscose? Oder hängt es doch mit dem dichteren Material und den UV-Schutzeigenschaften zusammen?
Herrlich luftig und trageangenehm ist der Stoff trotz der dichten Webung jedenfalls.


Glücklicherweise wohnt die Stickmaschine meiner Mutter seit einer Weile als Dauerleihgabe bei mir. So konnte ich den einfarbigen Jersey etwas aufpeppen. Die Schlange hatte sich mein Sohn ausgesucht, weil er so fasziniert von der Schwarzkopfpython im Karlsruher Naturkundemuseum war. Deshalb sollte es auch unbedingt eine Schlange mit schwarzem Kopf sein. Alle verwendeten Stickdateien sind von Urban Threads.
Der Schnitt ist Modell 25 aus Ottobre 1/2006 in Gr. 110 mit einer Knopfleiste nach dem Hamburger Liebe Tutorial. Nicht ganz optimal für den Viscosejersey, da hätte ich lieber die eigentlich im Schnitt vorgesehene Knopfleiste arbeiten sollen. Die Ärmel habe ich extra lang zugeschnitten.



Die Begeisterung für die Mühle ist auf den Holland-Urlaub der Oma zurück zu führen. (Stickdatei von Urban Threads.) Der Schnitt ist "Easy Peasy T" von Stoffwechsel, den es eine Zeit lang bei makerist gratis gab, in Gr. 116.
Eine Schiffsphase hatten wir diesen Sommer auch, dank Wasserbahn. Hier habe ich ein klimperkleines Raglanshirt in Gr. 122 genäht.


Bei den Hosen habe ich auf Applikationen zurück gegriffen, obwohl sich der etwas dickere Baumwolljersey bestimmt leichter besticken lassen hätte. Der Schnitt ist mein üblicher Ottobre-Eigenkreation-Mix. Die Säume sind doppelt umgenäht, in der Hoffnung, dass ich sie nächsten Sommer einfach einmal auftrennen kann und perfekt passende Sommerhosen habe.



Die Roboter passten farblich so gut dazu. (Robonello, eine ausnahmsweise nicht vergriffene Eigenproduktion von Stoffwelten) Und nachdem der kleine Mann eine Spitznasennatter im Museum beim Schwimmen beobachtet hatte, wollte er gerne eine Hose mit Seeschlangen (Nessi von Janeas World)


Verlinkt beim Creadienstag und Made4Boys.

Donnerstag, 8. September 2016

Partnerlook

Den hübschen Libellenstoff hatte ich ausnahmsweise direkt für mich ins Auge gefasst. Und nach einer kurzen Reifungsphase von nur einem Jahr im Stofflager, habe ich mir eine Joana in Gr. S daraus genäht.


Obwohl mein Sohn sonst kein Fan von Insekten ist, war er sehr enttäuscht, dass aus dem Stoffzuschnitt kein Shirt für ihn werden sollte. Glücklicherweise war von dem einen Meter noch genug Stoff übrig, um noch Vorderteil und Ärmel von einem klimperkleinen Raglanshirt zuzuschneiden.


Daher hatten wir diesen Sommer ganz ungeplant ein Partnerlook Outfit.
 Verlinkt bei RUMS, denn ich habe es tatsächlich geschafft, etwas für mich zu nähen. Und bei Made4Boys.

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